Berufe im Wald

Forstakademiker/in  / Forstwissenschaftler/in

Der klassische Studium des Forstakademikers war auf eine Universitätskarriere oder einen Einsatz im höheren Forstdienst einer Forstverwaltung in einem deutschen Bundesland zugeschnitten.

 

Dazu war ein an das Studium anschließende zweijähriges Referendariat mit Staatsexamen Voraussetzung. Seit einigen Jahren wurde das Referendariat durch zweijährige Trainee-Ausbildung ersetzt.


Allerdings  sind diese Berufswege heute nur zwei von vielen Möglichkeiten, den Forstberuf auszuüben. Sowohl bezüglich der Zugangsvoraussetzungen als auch der beruflichen Karrierechanchen ist dieser Studienbereich heute deutlich breiter aufgestellt.

 

Voraussetzungen

  • Hochschulreife (Abitur)
  • Überdurchschnittlicher Bachelor- oder vergleichbarer Abschluss in einschlägigen Studiengängen wie  Land- und Forstwirtschaft, Geographie, Umwelt- und Naturschutz, Biologie und Ökologie, Umweltwissenschaften sowie Management natürlicher Ressourcen. In Ausnahmefällen werden bei entsprechendem Nachweis der akademischen Eignung auch Bewerbungen aus anderen Fachgebieten zugelassen.
  • Sprachkenntnisse in englisch und/oder deutsch: je nach Wahl der Module/Profillinien müssen Nicht-Muttersprachler ihre Sprachkenntnisse in englisch und/oder deutsch nachweisen.

Studium  Master of Science (M.Sc. “Forstwissenschaften/Forest Sciences")

  • Ausbildungsstätte in Baden-Württemberg:   Universität Freiburg, Institut für Forstwissenschaften
  • Studiendauer:                  4 Semester
  • Unterrichtssprache:   deutsch / englisch
  • Abschluss:                         Master of Science "Forstwissenschaften/Forest Sciences"
                                                     (bis 2011  "Diplom-Forstwirt")

Weiterqualifizierung

Forstpraxis

  • Um die Laufbahn im höheren Forstdienst in Baden-Württemberg einschlagen zu können, wird eine anschließende 2jährige Trainee-Ausbildung  verlangt.
    (Im Gegensatz zu den früheren Vorbereitungsdiensten schließt das Traineeprogramm nicht mehr mit der "Großen Forstlichen Staatsprüfung" ab. Stattdessen ist dem Programm ein intensives Auswahlverfahren vorgeschaltet und bietet damit frühzeitige Planungssicherheit – sowohl für Bewerber als auch Arbeitgeber.)

Wissenschaft

  • Promotion (Erlangung des akademischen Doktor-Grades)
  • Habilitation (Lehrbefugnis an Universitäten)

Berufsfelder im höheren Forstdienst

  • Leitungs- und Führungspositionen bei der Bewirtschaftung bei den Ländern und Kommunen
    (höherer Forstdienst, Leitung eines Forstbezirks / Forstamts)
  • Betreuung von Körperschafts- und Genossenschaftswald
  • private Forstverwaltungen
  • Universitäten und Forschungseinrichtungen 
  • Forsteinrichtungsämter und Versuchsanstalten
  • Holzverkauf und Holzhandel
  • Naturschutz, Landesentwicklung und Landespflege
  • selbständige Forstsachverständige
  • internationale Entwicklungshilfeorganisation
  • und viele weitere im Bereich Forst-, Natur- und Ressourcenmanagement

Weitere Infos