Waldgesetz

Die Waldgesetzgebung in Deutschland setzt sich aus einem Rahmengesetz, dem Bundeswaldgesetz (BWaldG) und den Landeswaldgesetzen (LWaldG) zusammen.

Wald im Gesetz

 Sie haben zum Ziel den Wald wegen seines wirtschaftlichen Nutzens (Nutzfunktion),wegen seiner Schutzfunktionen, nämlich seiner Bedeutung für die Umwelt, insbesondere für die dauernde Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes, das Klima, den Wasserhaushalt, die Reinhaltung der Luft, die Bodenfruchtbarkeit, das Landschaftsbild, die Agrar- und Infrastruktur sowie seiner Erholungsfunktion für die Bevölkerung zu erhalten, erforderlichenfalls zu mehren und seine ordnungsgemäße Bewirtschaftung nachhaltig zu sichern. Weiter ist Gesetzeszweck, die Forstwirtschaft zu fördern und einen Ausgleich zwischen dem Interesse der Allgemeinheit und den Belangen der Waldbesitzer herbeizuführen.

Das Landeswaldgesetz Baden-Württemberg gestaltet diese Rahmenvorschrift des Bundes aus. Es fasst die 300jährigen Erkenntnisse und Erfordernisse zur nachhaltigen Waldpflege zusammen: Neben der Definition des Waldes in Abgrenzung zu anderen Waldnutzungsformen sind Kernstücke des Gesetzes

Ferner definiert das Landeswaldgesetz drei verschiedene Schutzwald-Kategorien Bodenschutzwald, Biotopschutzwald und Schutzwald gegen schädliche Umwelteinwirkungen sowie die Waldschutzgebiets-Kategorien Bannwald und Schonwald.

Der vierte Teil ist einer deutschen Besonderheit gewidmet, wie sie in vielen Ländern der Erde nicht existiert - dem Betretensrecht ("Jeder darf Wald zum Zwecke der Erholung betreten. Das Betreten des Waldes erfolgt auf eigene Gefahr.") und dem Aneignungsrecht von Waldfrüchten und Waldpflanzen für Jedermann. Selbstverständlich regelt das Gesetz die Grenzen dieser grundsätzlichen Erlaubnis.

Im Weiteren wird die gesetzliche Grundlage für die Förderung der Forstwirtschaft und für Besonderheiten der einzelnen Waldbesitzarten und der Forstbehörden gelegt.