Mein Wald - Wissen um Natur und Waldwirtschaft

Starke Buche - eine Holz- und Sauerstoff-Fabrik
Starke Buche: Holz- und Sauerstofffabrik

Wald ist ein intensiv vernetztes Ökosystem; Lebensraum für unzählige Tiere, Pflanzen, Pilze.


Wald erfüllt unzählige Schutzfunktionen. Er filtert Staub, er reinigt Wasser und sorgt für frische Luft. Er reguliert das Klima - er ist kühl im Sommer und strahlt im Winter weit weniger Wärme ab als das Offenland.


Wald ist eine Fabrik und zwar die leiseste und sauberste, die es gibt. Uralt und dennoch ist Spitzentechnik sind seine Markenzeichen.


Produziert wird Sauerstoff. Gleichzeitig wird das Treibhausgas CO2 im Holz gebunden - Holz, welches für Häuser, Fenster, Treppen, Möbel, Kisten, Gitarren, Bauklötze, Bleistifte, Papier und vieles mehr verwendet wird.

 

Holz aus unseren Wäldern wird überwiegend von örtlichen Sägewerken gekauft. Er sorgt für Arbeitsplätze und für Wertschöpfung vor Ort. Es ist der Rohstoff der kurzen Wege. Und am Ende seiner Nutzungszeit dient Holz als Brennstoff, als nachhaltige Energiequelle, die nur soviel CO2 in die Atmosphäre freisetzt, wie sie Jahrhunderte zuvor im Holz gebunden hat.

 

Wald so zu bewirtschaften, dass er seine Qualität als Lebensraum, Rohstoff- und Energielieferant auf Dauer optimal erfüllen kann, ist das Ziel nachhaltiger, naturnaher, multifunktionaler Waldwirtschaft.

 


Übrigens: Haben Sie gewußt, ...?

Eichen-Wertholz-Stamm (Stirnseite)
Wertvollstes Eichen-Stammholz
  • dass für jedes Kilogramm Holz der Atmosphäre rund 2 kg CO2 entnommen und als Kohlenstoff in Holz zum Teil längerfristig gebunden werden?  
  • dass die Wälder der Erde 50 % des gesamten Kohlenstoffvorrates der terrestrischen Biosphäre speichern? Wald ist also ein riesiger natürlicher Kohlenstoffspeicher.
  • dass die globale Waldzerstörung für fast 20 % der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen verantwortlich ist?
  • dass nach jüngsten FAO-Angaben insgesamt 5,2 Mio. ha Waldverlust pro Jahr geschätzt werden?
  • dass in Deutschlands Wäldern rund 1,2 Milliarden Tonnen Kohlenstoff in der ober- und unter-irdischen Biomasse gebunden sind?
  • dass durch den Einsatz von Holz in der stofflichen und energetischen Verwendung jährlich die Freisetzung von rund 80 Millionen Tonnen CO aus fossilen Brennstoffen vermieden wird?
  • dass in Deutschland rund 118 Millionen Tonnen CO2 in teilweise langlebigen Holzprodukten gespeichert sind?
  • dass rund 100.000 Beschäftigte in staatlichen, kommunalen und privaten Forstbetrieben einen Jahresumsatz von 5 Milliarden € erzielen und dass viele Leistungen der Forstwirtschaft für den Schutz der Naturgüter, für die Erholung und Gesundheit, die aber bislang kaum bewertet und meist nicht entlohnt werden, hinzu kommen?
  • dass in Deutschland der Arbeitsbereich Forst und Holz 1,2 Millionen Beschäftigte und 168 Milliarden € Umsatz (2009) verzeichnet?
  • dass mehr als 70 % der deutschen Wälder bisher nach den internationalen Standards PEFC oder FSC zertifiziert sind?
  • dass bereits heute rund zwei Drittel der deutschen Waldfläche mindestens einer Schutzgebietskategorie nach Bundesnaturschutzgesetz, den Landeswaldgesetzen, der europäischen FFH-Richtlinie oder der Vogelschutz-Richtlinie (Natura 2000) zugeordnet sind?
  • dass zwischen den Waldinventuren I (1987) und II (2002) der Holzvorrat um 700 Millionen Kubikmeter von 2,7 auf 3,4 Milliarden Kubikmeter gestiegen ist und dass im Zeitraum 2002 bis 2008 der Zuwachs mit 11,1 Vorratsfestmetern je Hektar und Jahr deutlich über den bislang geschätzten Werten liegt?
  • dass zwischen 2002 bis 2008 10 % mehr Holz zugewachsen als ausgeschieden ist, d.h. dass nur 90 % des Zuwachses wurden genutzt wurden?

(Quelle: Waldstrategie Bundesrepublik Deutschland 2020)

  • dass unsere Wälder jährlich Pro Hektar bis zu 50 Tonnen Ruß und Staub aus der Atmosphäre filtern .
  • dass die Filterwirkung von Wäldern von der von der Blattoberfläche abhängig ist.
    Ein ein Hektar (10.000 m2) Fichtenwald kann 420 kg Schmutzpartikel ausfiltern; ein im Winter kahler Buchenwald gleicher Größe jedoch nur 240 kg Schmutzpartikel. Gase können hauptsächlich dann aufgenommen werden, wenn die Baumkronen feucht sind und sich die Gase im Regenwasser lösen können.
     

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