Waldkräuterküche

Wir laden Sie ein, den Wald mal von einer ganz anderen Seite zu erleben:

 

Entdecken Sie mit uns die einfachen, bisher vielleicht völlig übersehenen Dinge, die der Wald und die Natur uns schenken.

Lernen Sie Ess- und Heilpflanzen kennen und lassen Sie sich von einfachen Rezepten und kreativen Ideen inspirieren.

 

Da wir dieses Angebot für Sie gerade entwickeln, werden Sie immer wieder neue Rezepte und Tipps finden, die Sie beim und nach dem nächsten Waldspaziergang gleich ausprobieren können.

 

Schauen Sie deshalb  immer wieder einmal auf dieser Seite vorbei!


 Wir starten unsere Reihe mit einem einfachen und schnellen Rezept. Die Grillsaison beginnt und in unseren Wäldern wächst ein aromatisches Kraut mit dem sich eine herrliche Kräuterbutter herstellen lässt.

Ein paar Waldkräuter-Regeln
(siehe auch Waldknigge )
  1. Achtsamer, rücksichtsvoller Umgang mit der Natur!
    Dies bedeutet:
    • Nicht allzu viele Pflanzen von einer Stelle nehmen und die Sammelstelle so zurücklassen, dass niemand bemerken würde, dass gesammelt wurde.
    • Keine geschützten Pflanzen entnehmen und niemals in Naturschutzgebieten sammeln.
    • Tiere im Wald nicht beunruhigen und nicht aufscheuchen.
  2. Nicht an Straßen, Wegen oder bewirtschafteten Feldern sammeln.
  3. WICHTIG: Nur Pflanzen pflücken, sammeln und verwenden, die man ganz sicher kennt!
    Bei Unsicherheit bitte nicht pflücken! Ein gutes Bestimmungsbuch hilft, Pflanzen besser kennen zu lernen. Die gesammelten Kräuter und Blätter zu Hause nach Arten trennen und noch einmal einzeln kontrollieren.

Knoblauchsrauken-Butter

Die Pflanze

Die Knoblauchsrauke ist ein Kreuzblütler, der von April bis Juli blüht.

Die Pflanze kann bis zu 1 Meter hoch werden. Sie gut zu erkennen an den kleinen weißen Blüten mit 4 Blättern, den nierenförmigen Blättern die gebuchtete Ränder haben und dem vierkantigen Stängel. Der Knoblauchsduft ist charakteristisch für diese Pflanze. Schon früher wurde dieses Kraut als Gewürz verwendet, insbesondere zu Zeiten in denen die Gewürze teuer waren und sich die einfachen Menschen diese nicht leisten konnten. Gesund ist die Knoblauchsrauke auch.

Insektenstiche lassen sich prima mit einem Knoblauchsraukenbrei behandeln. Neben ihrer antiseptischen Wirkung ist sie harntreibend und schleimlösend.

Unser Rezept

Eine handvoll von den zarten oberen Blättern der Knoblauchsrauke und die kleinen weißen Blüten pflücken  und zu Hause fein zerhacken.

Die gehackten Blätter und Blüten mit Butter mischen und mit Meersalz und Pfeffer würzen.

Kleine Kugeln formen, einzeln mit Abstand in ein flaches Gefriergefäß geben und einfrieren. Die Butterkügelchen sind einzeln entnehmbar und schmecken prima zu allem Gegrilltem aber auch zu Gemüse, insbesondere Spargel. Auch ein Pastagericht lässt sich damit ganz fix herstellen.