12. SDW-Kastanienlaub-Sammelaktion 2019

Das Dutzend ist voll. Bereits zum 12. Mal wurde 2017 die SDW-Kastanienlaub-Sammelaktion im Rems-Murr-Kreis - in fruchtbarer Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden - durchgeführt.  Insgesamt 13 Gruppen mit zusammen 180 Laubsammlern füllten zusammen 222 Säcke Kastanienlaub.

 

Dem langen, viel zu warmen Herbst ist es wohl zu verdanken, dass das Kastanienlaub in diesem Jahr doch ziemlich lange oben bleibt und sich die Laubsammelperiode in die Länge zieht. "Immer wenn der Wind wieder ein Häufle heruntergeblasen hat, waren die Kinder draußen am Laubrechen," berichtet Susanne Schmölzer vom Fornsbacher Kindergarten Schäferstraße stolz über die ausdauernde Energie ihrer Schützlinge.

 

Dann kommt der Frost doch noch als erster Vorbote des nahen Winters und sorgt, zusammen mit dem Herbstwind dafür, dass die letzten Kastanienblätter doch noch fallen. Einen ganzen Monat lang sind die 13 Sammelgruppen im Rems-Murr-Kreis immer wieder unterwegs um den Kastanienbäumen etwas Gutes zu tun. "Wir möchten, dass es unseren Kastanienbäumen gut geht," bringt es eines der Kinder auf den Punkt. Denn wer sammelt im Herbst nicht gerne die glänzend-braunen Früchte, aus denen sich so viele schöne Spielsachen und Schmuckstücke basteln lassen.

Als Dankeschön an der Teilnahme der jährlichen bundesweiten Aktion erhält jede teilnehmende Gruppe eine Urkunde. Und jeder Teilnehmer, ob klein, ob groß, wird mit einem Poster eines einzigartigen Schnappschusses des Naturfotografen Roland Günter von der "Großen Harzbiene" belohnt (siehe Erläuterung im grünen Kasten).

Wer in den letzten Jahren regelmäßig dabei war, konnte damit schon auf eine Sammelserie von 5 exzellente Waldtier-Fotografien kommen, die nun das Kinderzimmer oder das Büro schmücken oder auch,  einlaminiert,  als Vesper-Unterlage  dienen können.

 

"Nachdem wir den Aktiven in den vergangenen Jahren Fotos der vierbeinigen Waldbewohner zum Geschenk machten, haben wir die nächsten Jahre Fotos der nicht weniger wichtigen sechsbeinigen Waldfreunde als Hochglanzposter vorgesehen",  erzählt Dr. Gerhard Strobel, Vorsitzender des SDW-Kreisverbands Rems-Murr. "Nicht zuletzt der dramatische Rückgang an Insektenarten in unserer Kulturlandschaft ist Motiv für uns, auf diesem Weg ein wenig mehr über die unglaubliche Vielfalt an Insekten und ihre besonderen Lebensweisen zu vermitteln." (siehe auch: "Blühender Naturpark")  Darum gilt ein großes Dankeschön der langjährigen guten Kooperation mit dem Naturfotografen Roland Günter.

 

 Ausdrücklich bedankt sich die SDW Rems-Murr  bei allen Städte und Gemeinden im Kreis, die die Kastanienlaub-Sammelaktion auch 2019 durch die fachgerechte Entsorgung des befallenen Laubs wieder wirkungsvoll unterstützt haben.

 

Die Große Harzbiene (Anthidium byssinum)


Große Harzbiene.

Die Große Harzbiene ist eine von etwa 560 Wildbienenarten bei uns in Deutschland. Sie unterscheidet sich aber von anderen durch Ihre interessante Lebensweise:

Sie gräbt einen etwa 10 Zentimeter tiefen Gang in den Boden. Anschließend schneidet sie aus Blättern – meist Birkenblätter – kleine Blattstücke heraus, die sie fliegend zur Grabröhre bringt. An deren Ende formt sie mit den Blattstücken eine etwa zwei Zentimeter lange Brutzelle. Nun fliegt die Harzbiene zu harzhaltigen Bäumen – meist Kiefern – und schabt Harzklumpen ab. Mit ihnen bestreicht sie die Innenseiten der Blattstücke. Anschließend füllt sie diese Zelle mit einem Pollen-Nektargemisch (meist von Schmetterlingsblütlern). Zum Schluss wird ein Ei dazugelegt und die Zelle mit einem weiteren Harzpfropfen geschlossen, ehe sie mit dem Bau der nächsten Zelle beginnt. So werden mehrere Zellen hintereinander in der Brutröhre angelegt, bis sie komplett gefüllt ist. Häufig werden zusätzlich abzweigende Nebengänge gegraben, die ebenfalls mit Brutzellen versehen werden. Schließlich wird das „volle“ Nest am Eingang mit Harz und Bodenpartikeln verschlossen.Die Larven überwintern im Nest als fertig entwickelte Ruhelarven und schlüpfen im kommenden Frühjahr.

Die Große Harzbiene brütet meist in größeren Ansammlungen von bis zu mehreren hundert Tieren zusammen – sogenannten Aggregationen. Deshalb könnte der Eindruck entstehen, sie stünden bei ihrem Brutgeschäft in Kontakt zueinander, würden also ähnlich sozial wie die staatenbildenden Insekten leben, etwa Honigbienen oder Ameisen. Dem ist jedoch nicht so: Wie die meisten unserer Wildbienen, lebt die Große Harzbiene solitär. Das bedeutet, dass jede Biene für sich alleine ein Nest anlegt. Es besteht ausschließlich ein räumlicher Zusammenhang.

An der 12. SDW-Kastanienlaub-Jubiläums-Sammelaktion 2019 im Rems-Murr-Kreis haben sich beteiligt:

(in der Reihenfolge der Anmeldung)

  • TSC Auenwald e.V.
  • Hort der Mörikeschule / Backnang
  • Hort der Plaisirschule / Backnang
  • Obstbauverein Beutelsbach (Garten-Zwerge) / Weinstadt-Endersbach
  • Kindergarten Schäferstraße / Murrhardt-Fornsbach
  • Städtischen Kindertagesstätte Bertha-von-Suttner / Backnang
  • Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule (Garten-AG) / Weinstadt-Endersbach
  • Janusz-Korczak-Schule Welzheim
  • GTB Wittumschule Urbach Naturschutzgruppe "Save the Nature"
  • Bürgerliste Urbach“

 

Bildergalerie

Pressefotos

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Mädchen wirft übermütig Kastanienblätter in die Luft
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Junge schleppt Papiersack
2019-10-31_Kiga Schäferstraße 027.jpg
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Poster der Großen Harzbiene
(Foto: Roland Günter)
POSTER_Große Harzbiene_Quelle_Naturbild-
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Junge packt Kastanienblätter in den Papiersack
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Gruppenfoto der Aktion in Beutelsbach
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