Alternative Windenergien

Klassische Techniken der Windenergie-Erzeugung stoßen an ihre Grenzen: Neue, in der Entwicklung befindliche Techniken werden vielleicht bald die herkömmlichen Windkraftanlagen ersetzen.

 

Letztere haben eine Reihe von Nachteilen: Die Windgeschwindigkeiten und -häufigkeiten sind, vor allem in Binnenlagen begrenzende Faktoren.

 

In größeren Höhen hingegen bläst weitaus häufiger und stetiger der Wind. Dem tragen unterschiedliche, neue Techniken von fliegenden Windkraftwerken Rechnung, die allerdings bisher lediglich als Prototypen existieren.


  • Skysails ist Markt- und Technologieführer im Bereich automatisierter Zugdrachensysteme und das erste Unternehmen weltweit, das es geschafft hat, die Zugdrachentechnologie zu einer industriellen Anwendung zu entwickeln.
  • Enerkite: Auch die Firma Enerkite entwickelt Flugwindkraftanlagen, mit denen in 200 bis 300 Metern Höhe dezentral preiswerter Öko-Strom erzeugt werden kann. (Nennleistung: 100 kW, Gewicht: 10 Tonnen)
  • Makani: Anstatt den Wind mit Windrädern am Boden einzufangen, kann man die Windräder auch in den Himmel steigen lassen. Das ist der Ansatz der Google-Tochterfirma Makani-Power. Sie schicken eine komplette Windturbine auf eine Höhe von 400 Metern und leiten den dort erzeugten Strom per Kabel zur Erde (im Gegensatz zu den Drachen, bei denen die Energie erst direkt an der Bodenstation produziert wird) (Nennleistung:  600 kW, Gewicht: 11 Tonnen)
  • Altaeros: Einen anderen Ansatz verfolgt Altaeros mit ihren fliegenden Turbinen. Mit Helium gefüllte Röhrenschläuche, in denen sich jeweils eine Turbine befindet, sollen in bis zu 600 m Höhe Strom produzieren. Da die Bodenstation direkt auf einem LKW-Anhänger montiert ist, ist diese Technik sehr flexibel, auch etwa in Katastrophengebieten rasch einsatzfähig. (Nennleistung: 30 kW, Gewicht: 25 Tonnen)                         (Quelle: PM-Magazin)

zum Vergleich: Windkraftanlage E126: Fundament 3.500 Tonnen Stahlbeton, Turm: 2.500 Tonnen, Rotor, Generator, etc. 660 Tonnen; Leistung: 7,5 MW  (Quelle: energienpoint.de)

Vorteile:

  • Flugwindkraftanlagen können in großen Höhen mit stetigerem Wind und höheren Windgeschwindigkeiten Energie produzieren.
  • Sie brauchen für die Herstellung wesentlich weniger Material als herkömmliche Windkraftanlagen.
  • Sie sind nicht vom Standort abhängig und verbrauchen daher praktisch keine Flächenressourcen, vor allem in landschaftlich sensiblen Gebieten.

Nachteile:

  • Wie ist problematisches Wetter wie Sturm und Gewitter in den Griff zu bekommen?
  • Wie können Probleme mit dem Flugverkehr oder Stromleitungen gelöst werden?
  • Die Prototypen kommen von der erzielten Leistung bei weitem nicht an die der herkömmlichen Windkrafträder heran. Es müssten daher viel mehr Anlagen betrieben werden, um die gleiche Stromausbeute zu erzielen.