Erneuerbare Energie / Energiewende

Wald als natürliche Energiefabrik

Der Wald selbst ist mit seinem nachwachsenden Holz die ursprünglichste, natur- und umweltfreundlichste regenerative Energie-Fabrik:

 

Aus Wasser und Kohlendioxid wird mit Hilfe der Sonnenenergie durch Photosynthese ständig organische Substanz aufgebaut, unter anderem das Holz.

 

Energie-Gewinnung ist aber im Wald nur eines von vielen "nachhaltigen Erzeugnissen" - ein Nebenprodukt sozusagen.


Gleichwohl liefern Wälder weltweit 40% der erneuerbaren Energien - so viel wie Sonnen, Wind- und Wasserenergie zusammen!  Und ein Drittel der Weltbevölkerung benötigt Holz als elementare Energiequelle zum Kochen, Wasser-Aufbereiten und Heizen. (Quelle: FAO 2018 Welt-Waldzustandsbericht)


Energiewende als Chance und Problemfeld

Mit der Energiewende in Deutschland hin zu anderen nachhaltigen Energiequellen gerät der Wald  als Standort für andere Energie-Erzeugungsformen in den Fokus, denn im Wald lassen sich nicht nur weitere, zusätzliche Energiequellen erschließen; es entstehen daraus auch neue Problemfelder:

 

Die forcierte Erschließung der Windkraft führt in sensiblen Landschaften wie Naturschutz-, Landschaftsschutzgebieten und Naturparken zu einem neuen Konfliktfeld zwischen Naturschutz,  Landschaftsschutz (Landschaftsbild / Tourismus) und nachhaltiger Energiegewinnung:

Hier ist der Wald besonders "gefährdet", denn "windhöffige" Standorte in Hochlagen (Schwarzwald, Schwäbische Alb, Schwäbischer Wald)  sind nicht selten Waldstandorte.

 

Durch die "politische Brille" gesehen, sind Windkraft- (zum Teil auch Solarkraft-) Standorte im Wald relativ leicht durchzusetzen, da hier die Interessenvielfalt im Vergleich zu siedlungsnahen Bereichen gering ist.