Erneuerbare Energie / Energiewende

Windenergie

Windhöffigkeit

Windatlas Baden-Württemberg: Windhöffigkeit bei einer Nabenhöhe von 140 Metern (rot / violett: ausreichende Windausbeute - zum Vergrößern draufklicken)
Windatlas Baden-Württemberg: Windhöffigkeit bei einer Nabenhöhe von 140 Metern (rot / violett: ausreichende Windausbeute - zum Vergrößern draufklicken)

Entscheidendes Kriterium für den Bau einer Windkraftanlage ist die Windhöffigkeit. Grundlage zur Einschätzung derselben sind der Windatlas Baden-Württemberg. Beispielhaft wird hier die Übersichtskarte der Windhöffigkeit bei 140 Metern Nabenhöhe gezeigt.

Wind-Typenklassen-Verteilung in Deutschland
Wind-Typenklassen-Verteilung in Deutschland

Die verschiedenen Windenergieanlagen können für unterschiedliche Windklassen (Typenklassen) zugelassen werden. Die Einteilung des Deutschen Institutes für Bautechnik (DIBt) nimmt eine Unterscheidung in unterschiedliche Windzonen vor. Dabei erfolgt eine Differenzierung in vier unterschiedliche Windzonen, in welchen die Windenergieanlagen verschiedenen Belastungen ausgesetzt sind und entsprechend konzipiert sein müssen.

(Quelle: Stefan Kopp (2011) www.Windenergie-im-Binnenland.de)


Neben der Windhöffigkeit ist die Nabenhöhe der Anlagen entscheidend, denn die Windgeschwindigkeit (und mit ihr der Stromertrag) steigt exponentiell mit der Nabenhöhe an.
(Quelle: Timbertower)


Windenergie-Technik

Technisch sind die Windkraftanlagen meist Beton-, seltener Stahlkonstruktionen. Problematisch - insbesondere bei der Installation auf Waldstandorten - ist, dass die einzelnen Teile sehr lang sind. Damit sind die Waldstrassen-Kurvenradien nicht selten zu eng. Flächenverluste für den Waldstrassen-Ausbau werden erforderlich.

Timber-Tower, die Windkraftanlage aus Holz
Timber-Tower, die Windkraftanlage aus Holz
Konstruktionsaufbau des Timbertower
Konstruktionsaufbau des Timbertower

Eine neue Alternative zu den oben genannten Konstruktionen ist eine Innovation der Fa. Timbertower, die Windkraft-Türme als Verbundsystem aus Brettsperrholzplatten und Oberflächenkomponenten baut. Vorteile hierbei sind die relativ kleinen Elemente und damit deren einfacherer Transport. Zudem ist es ein Rohstoff der kurzen Wege, womit die regionale Wertschöpfung gefördert wird. Drittens ist die Energiebilanz zur Erstellung des Timbertowers im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen deutlich besser. Nachteilig ist momentan noch, dass diese Option noch sehr neu ist und den Praxistest erst noch zu bestehen hat.

Bereits 2011 hat der Vorstand des SDW-Landesverbands in seinem Positionspapier Erneuerbare Energien diese Möglichkeit angeregt