Waldfunktionen

[© Foto: Dr. Gerhard Strobel]
[© Foto: Dr. Gerhard Strobel]

 Als klassische Waldfunktionen werden Nutz-, Schutz-, und Erholungsfunktion gewertet.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Entfremdung des modernen, Technik-bestimmten Menschen von der Natur gewinnt eine vierte Säule der Waldfunktionen zunehmend an Bedeutung: die Bildungsfunktion! Mit dieser Entfremdung einher geht der Verlust um die Bedeutung des Waldes als Lebensgrundlage, Kenntnisse von Pflanzen und Tieren, ihren Bedürfnissen und ihren Ökosystemen.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hat diese Bedeutung bereits sehr früh bei ihrer Gründung Mitte der 1940er Jahre erkannt und einem der Verbandsziele gemacht. Heute wird dieser Bildungsauftrag zu nachhaltigem Denken und Handeln als Waldpädagogik bezeichnet. Dafür hat die SDW zahlreiche stationäre Einrichtungen und die Waldmobile als fahrende waldpädagogische Botschafter geschaffen oder betreut diese mit Partnern zusammen. Vor Ort unterstützen die Kreisverbände die Bildungsarbeit.

Waldpädagogik hat in jüngerer Vergangenheit - etwa als Natur- oder Wildnispädagogik oder als Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) - Nachahmer gefunden. Während die Wald-, Natur- und Wildnispädagogik unsere Lebensgrundlagen in den Fokus nehmen will Bildung für nachhaltige Entwicklung "Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln vermitteln. Sie will Menschen in die Lage versetzen, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und dabei abzuschätzen, wie sich das eigene Handeln auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirkt." Um diesen Anspruch auf breiter Basis und langfristig umzusetzen, wurden durch die Vereinten Nationen die Jahre 2005 bis 2014 zur Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" erklärt.